• Benjamin

Das Parkhaus - wie im Leben so auch hier

Habe heute wieder mal das perfekte Beispiel gesehen für unser Zusammenleben und wie wir miteinander umgehen.

Ich bin ein Autofahrer - noch nicht so grün, aber wenn die Technologie ready ist, dann mach ich mich grüner. Als Autofahrer erlebt man ja so einiges - Rowdies, lahme Enten, Esel, Ignoranten, Wegschauer, Handyklicker und vieles mehr. Aber anhand des Parkhauses sehe ich immer wieder, wie unsere Gesellschaft funktioniert.

Da gibt es die "Breitmacher": das müssen nicht einmal Fahrer grosser Autos sein - auch kleine können das: zwei Parkplätze brauchen. Ist es so schwierig das Parkfeld zu treffen? Oder ist es der Person einfach egal, dass andere nun entsprechend weiter fahren müssen? Wenn das Heck zu 20% auf dem anderen Parkfeld steht, merkt man das doch beim Aussteigen - scheinbar wird dann aber mit den Achseln gezuckt: "ist ja nicht mein Problem". Und eine Bemerkung an die Grosswagenfahrer - es gibt auch kleinere Autos, die weniger Verbrauchen und dann auch in das Parkfeld passen - oder dann gibt es auch XXL-Parkplätze. Auch im Leben gibt es die, welche sich Breit machen auf kosten anderer, auch wenn der Platz (bzw. das was man hat) reichen würde.

Dann die "Grossfühler": ich bin ja froh, haben wir keinen so grossen Familienvan mehr - ein Kombi tut es auch. Denn ich würde mich ja sooooooo nerven, wenn ich in ein Parkhaus fahre, und dann steht ein Mini (MINI!) auf dem XXL-Parkplatz. Ein Mini! Der Name sagt ja nicht gerade XXL. Vermutlich kam beim Parkieren das Gefühl hoch: "ich darf auch mal". Ja du darfst, aber dafür muss jetzt eine Familie mit Kindern zwei Stockwerke höher parkieren. Auch hier: lass doch im Leben den anderen den Platz, der für sie besser passt...

Und zum Schluss die "Ein-Mann-Familie": immer wieder schön zu beobachten, wie es Leute immer wieder schaffen auf einen Familienparkplatz zu stellen. Ja klar, dein BMW darf kein Kratzer erhalten, darum lieber die Familie in den engen Parkplatz quetschen lassen.

Warum können wir im Leben den anderen nicht mal etwas gönnen - einer Familie einen grossen Parklplatz oder überhaupt einen Parkplatz? Warum stelle ich meine Bedürfnisse über die der anderen? Warum nicht auch mal an meinen Mitmenschen denken?

...vielleicht beim nächsten Parkhaus...

Benjamin Carisch

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