• Benjamin

AHV - echte Solidarität würde helfen

Unser grösstes Sozialwerk die AHV steht nicht sehr gut da. Warum? Es hat sicher mehrere Gründe und wäre vermessen, dieses Problem auf eine einzige Ursache zu reduzieren. Ich mach's dennoch mal: mangelnde Solidarität!


Zugegeben, der letzte Vorschlag, der vor's Volk kam, war alles andere als Optimal, hätte aber zumindest etwas Ruhe rein gebracht. Auch wenn es durch die Vermischung der beiden total unterschiedlichen Töpfe AHV und BVG, auch eine echte Fehlkonstruktion war.


Aber dennoch: wir müssen uns anfangen zu fragen, ob uns ein würdevolles Leben im Alter wichtig ist. Und vor allem, ob wir das unseren Mitmenschen gönnen wollen oder nicht. Denn die AHV ist ein Konstrukt, dass so aufgebaut ist, dass ich nicht das Geld erhalte, dass ich einzahle, sondern das, was andere für mich einzahlen - und das in jedem Fall.


Wir müssen überlegen, was können wir heute dazu beitragen, dass unsere AHV in Zukunft gesichert ist - und da muss jeder ran. Und das wird auf keinen Fall gehen, wenn wir nicht bereit sind auch etwas dafür zu bezahlen. Unsere Gesellschaft ist nicht fähig, genügend Familien zustande zu bringen, von denen die Kinder dann wieder die nächste Generation AHV-Bezüger bezahlen. Also muss jeder etwas mehr zahlen. Einfache Mathematik und übrigens auch nicht so schwer. Unser Portemonnaie würde das sicherlich verkraften. Sei dies nun beim Arbeitnehmerbeitrag oder der Mehrwertsteuer.


Ich finde es auch immer wieder spannend, wie sich linke Politiker immer wieder an der Anhebung des Rentenalters für Frauen stossen. Das sind meist die selben, die Gleichberechtigung und gleiche Löhne fordern...


Ich frage mich: sind wir bereit gemeinsam etwas zu tragen, dass allen zu Gute kommt, aber nicht mir direkt hier und heute?


Benjamin Carisch

Studweidstrasse 45

3700 Spiez

kontakt@benjamincarisch.ch

078 791 11 49